13.03.20

Maßnahmen zur Corona-Epidemie

Zum Schutz von Risikogruppen und zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus gelten bis auf weiteres Einschränkungen.

Maßnahmen zum Umgang mit der Corona-Epidemie

Stand: 13. März 2020

Liebe Damen und Herren,

die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang der Ausbreitung des neuartigen Corona-Viruses zwingen uns als Kirchengemeinde, Maßnahmen zu treffen, die gemäß der aktuellen Empfehlungen der Evang. Landeskirche notwendig erscheinen.

Ziel ist dabei neben der Verlangsamung der Ausbreitung vor allem der Schutz von besonders Gefährdeten: ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen.

Am 12. März 2020 hat der Kirchengemeinderat folgende Maßnahmen beschlossen:

Gemeinschaftsverpflegung

Es ist bis auf weiteres untersagt, Essen und Trinken auszugeben. Es darf auch kein Essen mitgebracht werden. Die Küche im Gemeindehaus darf nur durch speziell geschulte Personen nach vorheriger Genehmigung durch das geschäftsführende Pfarramt genutzt werden. Gruppen und Kreise haben keinen Zutritt zur Küche. Getränke in der eigenen Trinkflasche können mitgebracht werden.

Kinder- und Jugendarbeit

Die Regelungen für Gruppen und Kreise in der Kinder- und Jugendarbeit sowie für die Konfirmandenarbeit richten sich an die Vorgaben der Stadt Filderstadt. Etwaige Schließungen von Schulen und Kindertagesstätten führen automatisch dazu, dass unsere Angebote im selben Zeitraum entfallen. Die Gemeindeleitung ist dazu im Kontakt mit dem Krisenstab der Stadt.

Hausbesuche

Menschen über 65 Jahren gelten als Risikogruppe. Zum Schutz dieser Menschen ist die aufsuchende Besuchsdienstarbeit ausgesetzt. Grüße zu Geburtstagen und Jubiläen werden in den Briefkasten zugestellt. Erbetene Seelsorge durch die Hauptamtlichen ist weiterhin möglich. Dabei ist nach Möglichkeit ein Ort zu wählen, an dem die Übertragungsrisiken minimiert werden können.

Gottesdienste

Der Hauptgottesdienst am Sonntagmorgen und die Passionsandachten am Mittwoch finden wie geplant statt. Wir verzichten dabei auf Handschlag und Friedensgruß, Lieder und Psalmen werden projiziert, auf die Ausgabe von Liederbüchern wird verzichtet. Die Türen werden offengehalten. Abendmahlsfeiern finden nicht statt. Damit die Menschen nicht zu eng beieinander sitzen müssen, werden die Gottesdienste in den großen Saal des Gemeindehauses übertragen. Außerdem wird ein Live-stream im Internet angeboten, der es möglich macht, von zu Hause aus mitzufeiern. Infos dazu werden auf der Homepage zu finden sein.

Taufen und Bestattungen

Taufen finden in selbstständigen Feiern und nicht im Hauptgottesdienst statt.

Bestattungen werden im Freien gefeiert, da die Ansteckungsgefahr durch frische Luft verringert wird.

Veranstaltungen

Nicht zwingend notwendige Veranstaltungen werden zurückgestellt. Dazu zählen auch Gruppen und Kreise der Erwachsenenarbeit, Vorträge, Konzerte und die Proben unserer Chöre. Bitte beachten Sie die Aushänge und tagesaktuellen Hinweise auf der Homepage. Als zwingend notwendig werden derzeit die regelmäßigen Selbsthilfe-Gruppen angesehen. Sie können weiterhin stattfinden.

Externe Vermietungen

Diese werden ausgesetzt und können derzeit nicht mehr stattfinden.

Alle vorgenannten Regelungen gelten bis auf Widerruf. Aktuelle Entwicklungen können kurzfristige Änderungen notwendig machen.

Wir befinden uns in einer ernsten Situation. Grund zu Panik besteht aus unserer Sicht aber nicht. Wir bitten um Verständnis für diese Maßnahmen und vertrauen darauf, dass wir in allen Unsicherheiten und Fragen in Gottes Hand sind.

Den Worten von Dekan Gunther Seibold und dem Vorsitzenden der Bezirkssynode, Christoph Killgus, anlässlich der Absage der Bezirkssynode schließen wir uns an und grüßen Sie freundlich:

Wenn Menschen in Angst sind, dürfen wir sie einladen, ihre Klage vor Gott laut werden zu lassen.
Wenn Menschen krank sind, dürfen sie Gott um Hilfe und Heilung bitten.
Wenn Menschen leiden, dürfen wir ihnen Segen und Kraft zusprechen und den Trost, dass wir durch den Glauben an Gottes Liebe in Jesus Christus mit ihm verbunden bleiben.
Wenn Menschen sterben, dürfen wir im Angesicht des Todes die Auferstehung und das Ziel der Herrlichkeit des himmlischen Reiches Gottes verkündigen.
Wenn Menschen verunsichert sind, können wir ihnen dieses Evangelium sagen und sie einladen, zu Jesus zu rufen: Ich glaube, hilf meinem Unglauben!
Wenn Menschen isoliert werden und Hilfe brauchen, können wir Initiativen starten zu nachbarschaftlicher Unterstützung durch Einkaufen, Telefonkommunikation u.a.m.
Was immer ist, wir können beten.  

Weil dies alles so wichtig und wertvoll ist, gibt die gegenwärtige Situation Möglichkeiten, zu überlegen, was wir tun können, während andere Dinge ausfallen. Wir möchten – wie die Landeskirche – dazu ermuntern, dass Gottesdienste weiter stattfinden und das gerade jetzt so wichtige Evangelium verkündigt und gefeiert wird. Darüber hinaus können wir überlegen, wie christliche Gemeinschaft auch durch Briefe, Telefonate und die modernen Kommunikationskanäle bewusst gestärkt werden kann. Gott gebe, dass wir den Mut nicht verlieren und zuversichtlich neue Schritte tun, auch wenn der Weg noch nicht deutlich ist.

Im Namen des Kirchengemeinderates,

Christoph Mauch und Andreas Arnold.

Aushang zum Download als pdf